Einleitung
Es gibt diese besondere Zeit im Leben, die sich anfühlt, als würde die Welt für einen Moment langsamer werden. Die Tage tragen mehr Bedeutung, die Gedanken sind voller leiser Träume, und das Herz schlägt mit einer Mischung aus Staunen, Hoffnung und einer tiefen, stillen Liebe. Die Schwangerschaft ist eine solche Zeit. Sie ist kein Übergang, den man einfach durchläuft – sie ist ein inneres Wachsen, ein Ankommen in einer neuen Rolle, lange bevor dein Baby das Licht der Welt erblickt.
Wenn ich werdende Mamas begleite, spüre ich oft diese sanfte Spannung zwischen Vorfreude und leiser Unsicherheit. Da ist dieses Staunen über den eigenen Körper, der etwas so Großes vollbringt. Und da ist der Wunsch, diese besondere Zeit festzuhalten, bevor sie wie ein warmer Sommerabend langsam in Erinnerung übergeht. Schwangerschaftsfotografie ist für mich genau das: ein liebevolles Bewahren dessen, was oft viel zu schnell vergeht.
Es geht nicht um perfekte Posen oder um Bilder, die beeindrucken sollen. Es geht um Nähe, um Ruhe, um Vertrauen. Um ehrliche Momente, die dich auch Jahre später noch daran erinnern, wie sich diese Zeit angefühlt hat.
Warum diese Zeit so kostbar ist
In der Schwangerschaft verändert sich nicht nur dein Körper. Auch dein Blick auf das Leben wird feiner, achtsamer. Viele Mamas erzählen mir, dass sie sich in dieser Zeit selbst ein Stück näherkommen. Man beginnt, auf den eigenen Rhythmus zu hören, Pausen bewusster zu spüren und kleinen Momenten mehr Bedeutung zu schenken.
Diese innere Veränderung lässt sich nicht in Worte fassen, aber sie lässt sich fühlen. Und genau dieses Gefühl darf in Bildern weiterleben. Schwangerschaftsfotografie ist keine Inszenierung. Sie ist ein stilles Erzählen deiner Geschichte – von den ersten leisen Bewegungen in deinem Bauch bis hin zu dem Moment, in dem du beginnst, dich wirklich als Mama zu fühlen.
Oft höre ich den Satz: „Ich weiß gar nicht, ob ich auf Fotos gut aussehe.“ Und fast immer lächle ich dann und sage: Du darfst einfach du sein. Deine Natürlichkeit, dein Lächeln, deine ruhigen Hände auf deinem Bauch – all das erzählt so viel mehr als jedes perfekt gestaltete Bild.
Die Atmosphäre eines Shootings
Ein Schwangerschaftsshooting ist für mich kein Termin im Kalender. Es ist eine kleine Auszeit. Ein Raum, in dem du zur Ruhe kommen darfst. Ich nehme mir bewusst Zeit, damit kein Druck entsteht und du dich geborgen fühlst.
Wir beginnen meist ganz ruhig. Vielleicht bei einer Tasse Tee, mit einem kurzen Gespräch. Ich höre zu, frage nach deinem Weg, nach dem, was dir wichtig ist. Oft entstehen die schönsten Bilder nicht in dem Moment, in dem die Kamera klickt, sondern in dem Augenblick davor – wenn du lächelst, weil du an dein Baby denkst, oder wenn du ganz unbewusst über deinen Bauch streichst.
Diese kleinen Gesten sind es, die zeitlose Bilder entstehen lassen. Bilder, die nicht laut sind, sondern still berühren.
Von der Schwangerschaft bis zum Newborn Fotoshooting
Viele Familien begleite ich nicht nur während der Schwangerschaft, sondern auch in den ersten Tagen nach der Geburt. Das Newborn Fotoshooting ist für mich eine natürliche Fortsetzung dieser Reise.
Nach der Geburt verändert sich die Welt erneut. Alles wird leiser, langsamer, intensiver. Dein Baby liegt vielleicht das erste Mal in deinen Armen, und du beginnst, diese tiefe Verbindung zu spüren, die sich mit Worten kaum beschreiben lässt. Auch hier geht es nicht um Perfektion, sondern um Nähe und Geborgenheit.
Die Babyfotografie in diesen ersten Tagen fängt nicht nur ein kleines Gesicht oder winzige Hände ein. Sie bewahrt das Gefühl, wie es war, als ihr euch gerade erst kennengelernt habt. Die Art, wie du dein Baby hältst. Der Blick, den ihr euch schenkt. Die Ruhe, die entsteht, wenn alles andere in den Hintergrund tritt.
Kleine Tipps für dein Shooting
Viele werdende Mamas fragen mich, wie sie sich vorbereiten können. Dabei ist das Wichtigste oft viel einfacher, als man denkt.
Wähle Kleidung, in der du dich wohlfühlst. Sanfte Farben, weiche Stoffe und natürliche Schnitte lassen dich nicht nur ruhig wirken, sondern fühlen sich auch angenehm an. Dein Wohlbefinden spiegelt sich in jedem Bild wider.
Plane dein Shooting zu einem Zeitpunkt, an dem du dich energiegeladen fühlst. Die meisten Mamas fühlen sich zwischen der 30. und 34. Schwangerschaftswoche besonders wohl. Dein Bauch ist schön rund, und du hast noch genügend Kraft für eine entspannte Auszeit.
Und vielleicht der wichtigste Tipp: Erlaube dir, einfach zu sein. Du musst nichts darstellen, nichts spielen. Deine Geschichte ist bereits vollkommen.
Familienfotografie als verbindendes Element
Oft kommen werdende Eltern gemeinsam zum Shooting. Manchmal sind auch Geschwisterkinder dabei. Diese Momente sind besonders berührend. Wenn kleine Hände vorsichtig den Bauch streicheln oder wenn ein leises Lächeln zwischen zwei Menschen entsteht, die wissen, dass sich ihr Leben bald verändern wird.
Familienfotografie in dieser Phase zeigt nicht nur, wer ihr seid, sondern auch, wohin ihr geht. Sie hält fest, wie eure Familie wächst – nicht nur in Zahlen, sondern in Nähe, Vertrauen und Liebe.
Zeitlose Erinnerungen für später
Manchmal melden sich Familien Jahre später bei mir. Sie schicken mir Fotos, auf denen ein inzwischen großes Kind vor seinem Babybauch-Bild steht und fragt: „War ich da schon bei dir im Bauch?“ Diese Momente zeigen mir, warum meine Arbeit so viel mehr ist als Fotografie.
Diese Bilder werden Teil eurer Familiengeschichte. Sie erzählen von Anfängen, von leisen Hoffnungen und von dem Weg, den ihr gemeinsam gegangen seid.
Abschluss
Schwangerschaftsfotografie ist für mich eine Einladung, innezuhalten. Eine Einladung, dich selbst zu sehen – nicht nur als werdende Mama, sondern als Mensch mit einer ganz eigenen Geschichte. Es ist ein stilles Versprechen an dein zukünftiges Ich: Diese Zeit war da. Sie war voller Liebe, voller Nähe und voller Geborgenheit.
Wenn du dir später diese Bilder ansiehst, sollen sie dich nicht nur erinnern, sondern berühren. Sie sollen dir zeigen, wie viel Vertrauen und Ruhe in dir lagen, auch in Momenten, in denen vielleicht nicht alles leicht war.
